9. Wechselsehen (Visuelles Merkmal des Irlen-Syndroms)

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Besonders Strukturen können beim Irlen-Syndrom das Wechselsehen provozieren. Zusammenhängende Strukturbereiche werden isolierte wahrgenommen, während die übrigen Bildinformationen nicht wahrgenommen werden können. So verschwinden die zuerst wahrgenommenen Strukturbereiche und die scheinbare unsichtbaren Strukturbereiche erscheinen wieder. Ein endloser Wahrnehmungsprozess, der sehr anstrengend und sehr ermüdend ist. Die Grafik oben zeigt 1. die vollständig wahrgenommene Struktur. Bei einer Wahrnehmung mit Irlen-Syndrom kann eine Wechselsehen zwischen einzelnen Strukturbereichen auftreten. Hier anhand von Grafik 2 und Grafik 3 verdeutlicht. Man sieht also die Grafiken 2 und 3 in einem permanenten Wechsel.

Der Unterschied zum Verschwinden und Erscheinen liegt in dem Fehlen von Bewegungen innerhalb einer fragmentierten Wahrnehmung. Es werden keine Bildelemente überdeckt oder verschoben. Das Gesamtbild bleibt eher konstant. Einzelne Bildinformationen treten zwar in den Hintergrund, springen aber nicht zur Seite und sind als verblassende Restinformation im Bewußtsein präsent. Sie werden lediglich kurz ausgeblendet.


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Aber auch zwischen sich ähnelnden, oder nahezu identisch aussehenden Objekten kann das Wechselsehen passieren. Der Blick auf zwei sich ähnelnde Objekte, wie z. B. der Hände. Es wird immer nur eine Hand gesehen. Die andere ist nur schemenhaft erkennbar, so als sei diese Bildinformation gelöscht. Das Wechselsehen lässt auf diese Weise die eine und dann die andere Hand erkennbar erscheinen. Bei einem schnellen Bildwechsel kann hieraus auch eine Art Flimmern entstehen.

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