3. Fragmentierung (Visuelles Merkmal des Irlen-Syndroms)

Die Fragmentierung von Bildinformationen scheint die Konsequenz aus der vorangegangenen Überblendung zu sein. Überblendungen überdecken nicht nur Bildelemente - sie sind auch in der Lage diese zu fragmentieren. Was die Überblendung nach ihrem auflösendem Prozess erreicht, ist eine bruchstückhafte, zerstörte Wahrnehmung.

Das Gehirn versucht unter größter Anstrengung die Fragmente der Wahrnehmung wieder zusammenzufügen. Dem Bewußtsein werden diese zusammen geschobenen Einzelinformationen als ein korrektes Bild angeboten. Oft wird dem Betroffenen erst mit der Verwendung der Irlen-Filter diese Störung bewußt, weil dann die Einzelinformationen allmählich wieder zusammnengefaßt werden und die "Krücke" der improvisierten Zusammenfügung nicht mehr gebraucht wird.

Das Foto mit dem Schwein zeigt, wie die Überblendungen nicht nur Wahrnehmungsbereiche verschwinden lassen, das Licht, die Überblendungen durchtrennen Bildinformationen und hinterlassen Bildfragmente. Diese Bildfragmente erscheinen kontinuierlich in Bewegung zu sein. Warum? Ich vermute, dass hier das Gehirn versucht, die Fragmente wieder zu einem Bild zusammenzusetzen. Die Bewegungen der Bildfragmente ist eigentlich ein Reparaturversuch des Gehirns, um wieder richtig sehen zu können. Wenn das Gehirn ohne Pause diese Reparaturversuche unternimmt, ist der Irlen-Syndrom-Betroffenen schnell ermüdet und meidet unbewusst für ihn unangenehme (helle) Lichtsituationen.

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Das Foto mit den Papageien zeigt das visuelle Merkmal "Fragmentierung" ohne das Merkmal "Überblendungen":

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